A Quentin Tarantino Game – Doom Alpha \\ Ersteindruck

A Quentin Tarantino Game – Doom Alpha \\ Ersteindruck

Masterweit Ersteindruck, Textbeitrag 4. Dezember 2015 Comments

DoomwebIch habe heute den ganzen Abend Doom gespielt. Ein Satz den man in eine Reihe mit „Bald kommt der neue Star Wars“, „Ich hab den neuen Terminator noch nicht gesehen“ und „Nächstes Jahr kommt der neue Rocky“ stellen könnte. Und ja, es ist 2015. Mein Ersteindruck zur Neuauflage des Klassikers.

Wer sich wie wir Verrückten im Juni die Nacht bei der E3-Konferenz von Bethesda um die Ohren geschlagen hat, der wird wissen wie sehr wir uns auf Fallout 4 und eben auch Doom gefreut haben. Zugegeben, ich war etwas skeptisch, aber mittlerweile, nachdem ich Doom das erste Mal spielen durfte, bin ich komplett anderer Meinung. Warum ich skeptisch war? Wer es nicht weiß sollte mal in den Anfang dieses Post-E3-Casts reinhören, da gibt es alles zum neuen Doom was es bis gestern zu hören gab. Bis gestern. Denn da startete die Alpha.

Meine Shooter-Künste zeichnen sich zwar zumeist durch Abwesenheit aus, aber wenn sie mir dann einmal im Jahr einen schönen Abend bescheren, dann bei Halo. Und Halo ist bekanntlich das Gegenteil von Doom. Einzige Gemeinsamkeit: Der Arena-Multiplayer. Und genau den kann man jetzt in der Doom Alpha auch antesten. Problematisch nur, dass auch die Arena-Multiplayer beider Spiele grundverschieden sind. Während Doom auf Geschwindigkeit, hohes Bewegungstempo und schnelles Herumballern mit Einzelschusswaffen setzt, läuft man bei Halo blumenpflückend im Hopserlauf über eine Wiese bis man dann schließlich anlegt, schießt, 2 Magazine verballert und den Gegner dann nach seinem Tod wieder gemächlich verlässt.

Also waren meine Fähigkeiten im Genre schon einmal kein besonderer Faktor, die mir den Einstieg erleichtern sollten. Dieser gestaltete sich aber ohnehin ziemlich schwer, da Bethesda im Moment mit Serverproblemen zu kämpfen zu haben scheint – Wartezeit für eine Lobby: mindestens 15 Minuten. Aber wenn diese dann bewältigt sind, bleibt man für den Rest der Zeit in ein und derselben Lobby und Migrationen funktionieren auch hervorragend. Alpha halt.

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So, liebe Kinder, fühlt man sich nach einem Triple Kill.

Und dann geht es los. Ich wähle mir also ein Loadout… Moment mal. Loadout?             Ganz recht. Bei Doom gibt es nun 6 Standardwaffen zwischen denen man wählen kann. Darunter natürlich hauptsächlich die Klassiker: Sniper, Raketenwerfer, Shotgun, Mittelstreckengewehr, Maschinengewehr und ein Präzisionsgewehr. Davon darf man sich 2 in ein Loadout packen, Granate oder Teleporter dazu und ab die Post. Das entspricht nicht dem klassischen Sinn eines Arena-Multiplayers, könnte man jetzt sagen (und man hätte Recht damit), aber ich bin der Meinung dass es funktioniert. Ich weiß nicht wieso es das tut, aber ich habe eigentlich von allen Waffen eine recht ausgeglichene Zahl von Kills bekommen. Loadouts nur wenn gut balanciert – Check!

Aber dann kann ich endlich los laufen. Wie im Trailer schwebe ich mehr über den Boden als dass ich renne, aber das sei einem Arenashooter mit einer derartigen Geschwindigkeit verziehen, da eine ausgeprägte Laufbewegung mich zum Duracell-Hasen machen würde. Und ab jetzt geht eigentlich alles seinen gewohnten Gang. Ballern was das Zeug hält, und das in einer Geschwindigkeit vor der sich sogar die ersten beiden Dooms und Quake Live verneigen würden. In 10 Minuten schafft man die ausgeschriebenen 100 Kills nahezu immer, was 10 Kills pro Minute macht. Das ist alle 6 Sekunden ein Kill in einem 6v6 auf einer großen Map. So viel zur Geschwindigkeit. Gut aussehen kann das Ding auch noch – id Software hat offensichtlich an der Wolfenstein Engine gewerkelt und ist zu keinem besseren Ergebnis gekommen. Egal. Sieht alles picobello aus.

Da wir nach wie vor von Alphazeugs reden, gibt es auch nur einen Spielmodus und eine Karte. Da haben sie sich allerdings nichts besonderes ausgesucht – Team-Deathmatch auf Heatwave, einer Karte aus dem Trailer. Auf der Map sind ganz klassisch im Arenastil Gesundheits- und Schildpowerups vertreten, darüber hinaus kann man auch eine Gauss-Kanone und einige zusätzliche Upgrades finden. Zu diesen zeitlich begrenzten Upgrades zählen unter anderem Unsichtbarkeit und Schadenserhöhung. Von Zeit zu Zeit spawnt außerdem ein Dämonen-Powerup, mit dem man sich ganz in Battlefront-Manier für einige Zeit in einen übermächtigen Dämonen verwandeln kann. Wer ihn tötet, wird selbst Dämon, nach 2 Minuten ist Schicht und man muss auf den nächsten Spawn warten. Es kommt in einem zehnminütigen Match zu maximal 3 Spawns.

Was darüber hinaus noch auffällt:

Erstens – die Hitboxen sind ziemlich groß, man trifft Gegner also ziemlich leicht. Darüber hinaus sind diese (wahrscheinlich auch um das Tempo zu erhöhen) auch nicht fest sondern man kann ganz simpel durch sie hindurchlaufen. Mit einem Schuss aus der Shotgun kann ich also 3 Gegnern gleichzeitig Schaden zufügen, während ich durch meinen Mitspieler hindurchschieße. Ja, das ist komisch.

Zweitens – Pete Hines hat den Tarantino in sich entdeckt. Als er über dieses Spiel nachgedacht hat, muss ihm die Brutalität der alten Dooms aufgefallen sein. Und sie ist wieder da. Mehr Körperteile, mehr Blut, mehr Zerspratzen! So muss das!

Doom ist toll. Tschö.

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