Besiuk’s All Time Favorites – Teil 1 (PC)

Besiuk’s All Time Favorites – Teil 1 (PC)

Besiuk All Time Favorites, Textbeitrag 5. November 2014 Comments

Immer und immer wieder, werde ich nach Spielempfehlungen gefragt. Jeder der halbwegs meinen Geschmack kennt, weiß dass ich ein riesiger Halo-Fan bin, jedoch gibt es auch andere Titel die mich begeistern. Hier die ersten fünf Games, die ich nicht missen möchte!

DISCLAMER: Das ist keine Top 5- Liste!

 

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Wenn man an Hack & Slay bzw. Action-Rollenspiele denkt, ist sofort Diablo zur Stelle. Ich wurde jahrelang fast schon damit belästigt, dass ich Diablo II spielen soll. Irgendwann in 2004 habe ich es dann getan – und fand es ziemlich bescheiden. Ich möchte nicht sagen, dass Diablo II ein schlechtes Spiel ist. Ich habe einfach Anfang 2000 das bessere Diablo gespielt: Nox. Entwickelt von den Command and Counquer-Göttern Westwood.

In Nox schlüpfen wir in die Rolle von Jack Mower, einen Typen, der gemütlich vorm TV sein Feierabendbier trinken wollte und plötzlich in einer Fantasiewelt voller Orcs, Golems und Necromanten landet. Spielbar sind drei Klassen: Der typische Krieger, der Magier der mit 44 Zaubern ein großes Repertoire an Angriffs- und Verteidigungsoptionen hat, und meine Lieblingsklasse – Der Beschwörer. Dieser kann jedes einzelne feindliche Monster im Spiel per Gedankenkontrolle für seine Zwecke missbrauchen, eigene Monster beschwören, oder sich einen eigenen mit fünf Zaubern bestückten Bomber bauen. Verlangsamung, Gift, zielsuchende Pixies, Feuerball und eine steinerne Faust die aus dem Himmel fällt? Kein Problem!

Jede der Klassen hat eine eigene Kampagne, dazu gibts noch einen spaßigen Endlos-CoOp und einen Multiplayer mit Deathmatch, Capture the Flag und sogar einem Fußball-Modus. Ein Karteneditor ist auch noch dabei. Nox ist eins der großartigsten Spiele die es gibt, jedoch ist es untergegangen und man hat nie wieder was von der Marke gehört. EA, ihr habt das, was von Westwood übriggebliebenen ist! Ihr habt die Rechte an Nox! Macht was draus und ich bewerfe euch mit Geldscheinen!

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Westwood hat mit Command & Conquer (Speziell Generals) meiner Meinung nach die beste RTS-Serie erschaffen. Eine andere und gleichwertige Perle der Echtzeitstrategie ist Submarine Titans. Der Entwickler Ellipse Studios hat leider niemals einen Ruf wie Westwood erlangt, dafür aber das außergewöhnlichste RTS veröffentlicht.

Submarine Titans spielt – wie der Name schon sagt – unter Wasser. Nach einem Asteroidencrash auf der Erde, wurde die Oberfläche unbewohnbar und die einzige Rettung der Menschheit sind die Tiefen der Meere. Sie teilten sich in zwei Fraktionen, die kriegerischen White Sharks und die wissenschaftlichen Black Otopi. Mit dem Asteroiden kam auch eine dritte Fraktion auf die Erde: Die außerirdischen Silicons. Jede der Parteien spielt sich vollkommen unterschiedlich und hat einen eigenen Techbaum.

Was dieses RTS besonders macht, sind die fünf Tiefen auf denen sich die U-Boote und Gebäude befinden können. Teilweise konnte man mit wenigen kleinen Schiffen eine überlegene Armada auslöschen, wenn man mit der Ebenensteuerung den feindlichen Torpedos auswich. Ein strategischer Aspekt, den ich so noch nie in einem RTS gesehen habe. Neben der recht interessanten Kampagne und dem Multiplayer, bietet Submarine Titans nicht nur einen Karteneditor sondern direkt einen Missionseditor mit der Möglichkeit die KI seinen Wünschen anzupassen. Großartiges Game!

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Wenn wir schon bei RTS sind, kann ich die Earth 2150 Trilogie nicht außenvor lassen. Ähnlich wie bei Submarine Titans, ist auch hier die Erde unbewohnbar. Diesmal jedoch wegen einem thermonuklearen Krieg. Auch hier haben wir Parteien die sich bekriegen. Die United Civilized States, ein Zusammenschluss aus Nord- und Südamerika. Sie spezialisieren sich auf Plasmageschütze, sowohl auf Fahrzeugen, als auch als Massenvernichtungswaffen. Die Eurasische Dynastie (Europa + Asien) benutzen hingegen die „klassischen“ Nuklearwaffen und Laser, die die Gegner erhitzen bis sie platzen. Die dritte Fraktion ist die Lunar Corporation. Sie ist eine irdische Mondkolonie die Sonnenenergie zum aufladen ihrer Stromwaffen benutzt. Lustigerweise besteht diese Fraktion ausschließlich aus Frauen, da auf dem Mond aus unbekannten Gründen keine Männer geboren werden können.

Neben den typischen Boden, Luft und Wassereinheiten gibt es die Möglichkeit sich mit Bohrfahrzeugen eigene Tunnelsysteme zu graben. Die unterirdische Karte ist von der Fläche genau so groß wie die eigentliche Map und bietet neue strategische Mittel. Es gibt auch einen Tag/Nacht -zyklus der die Einheiten Beeinflussen kann. Die Lunar Corporation z.B. setzt komplett auf Sonnenenergie. Wenn man tagsüber seine Akkus nicht aufgeladen hat, ist man Nachts verloren. Auch die Temperatur spielt eine Rolle, da Laser in einer kalten Umgebung länger brauchen um die Gegner zu erhitzen. Neben solchen Spielereien war es immer wichtig Munitionsdepots und Munitionslieferfahrzeuge für die eigenen Truppen bereitzuhalten, denn ohne Muni können Einheiten mit Gatlings und Raketenwerfern nicht kämpfen. Auf diese kann man jedoch auch komplett verzichten, wenn man in dem gefühlt unendlich großem Techbaum nur auf Energiewaffen setzt. Man kann beispielsweise ein großes Chassis erforschen, darauf zwei kleine Plasmakanonen und eine große verbauen. Auf die große passen dann auch noch drei kleine. Dazu noch ein Energieschild und voilà, der „Zernichter“ ist geschaffen! Und ja, man kann seine Frankensteins Monster frei benennen. Ich kann gar nicht zählen wie viele Stunden ich in den Skirmish dieses Spiels gesteckt habe.

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Kommen wir zurück zu Rollenspielen. Evil Islands ist ein Meisterwerk des russischen Entwicklers Nival Interactive. Wir begleiten den Helden Kiran auf seiner Reise um seine Erinnerungen wiederzuerlangen, denn das erste was wir von ihm hören ist: „Ich bin aufgewacht und kann mich an nichts mehr erinnern…“. Ich weiß es klingt lame und ich gebe auch zu, die Story ist nicht gerade die Stärke des Spiels. Dafür aber das Gameplay!

Ähnlich wie bei einem RTS bewegen wir bis zu drei Einheiten gleichzeitig in einer Topdownperspektive durch die Map. Diese haben je nach Ausrüstung und Fertigkeiten verschiedene Skills. Ob Schwert, Speer oder Bogen, das ganze mittelalterliche Arsenal steht uns zur Verfügung. Auch Zauber wie Feuerbälle, Giftwolken oder Blitze lassen sich benutzen, aber den meisten Spaß hat man mit den Waffen. Der Waffenkampf bietet nämlich die Option den Gegner normal anzugreifen und zufälligen Schaden auszuteilen, oder so ähnlich wie es Fallout 3 gemacht hatte – auf ein gewisses Körperteil zu zielen. Dabei ist der Numblock auf der Tastatur der gegnerische Körper. 8 ist der Kopf, 5 der Rumpf, 4 und 6 die Arme und 1 und 3 die Beine. Möchte ich den Feind möglichst schnell ausschalten, schleiche ich mich an und ziele auf seinen Kopf. Hat alles gepasst, ist es ein One-Hit-Kill. Ist der Gegner stärker als ich, Ziele ich auf seine Arme. So kann er mich nur noch langsam angreifen. Habe ich Glück und sein Arm ist gebrochen, kann er gar nicht mehr angreifen. Möchte ich den Gegner als Fernkämpfer angreifen, ziele ich auf seine Beine, so braucht er länger um zu mir zu kommen. Das Spiel kann jederzeit pausiert werden, damit man seine Kommandos eingeben oder sich einfach nur die Umgebung angucken kann. Es ist fast schon mehr Strategie als Rollenspiel. Evil Islands hat übrigens auch einen sehr spaßigen CoOp für bis zu sechs Spieler.

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Schonwieder Rollenspiel! Diesmal eins mit einem Active Battle System á la Final Fantasy. Und um ganz ehrlich zu sein – es spielt sich auch wie eins. Und es sieht auch so aus. Nennen wir es Final Fantasy USA-Edition… Ach verdammt, das gibt’s schon, das ist Mystic Quest… Na egal. Wir spielen Maya, eine Junkerin von Terra 2. Eine Terra ist eine Schicht der Welt Septerra, quasi wie die Haut einer Zwiebel. Septerra besteht sieben Terras, ganz außen Terra 1, auf der die „Auserwählten“, bzw die Nachkommen des Gottes Marduk leben, und ganz innen Terra 7, wo das Volk der Underlost in den dunklen Sümpfen haust. Eines Tages sieht Maya, ihr Kumpel Grubb und sein Roboterhund Runner ein Schiff der Auserwählten auf Terra 2. Da die Auserwählten normalerweise Terra 1 nicht verlassen, und Mayas kleiner Bruder Torri verschwunden ist, macht sich die Gruppe auf dem Weg herauszufinden was los ist. Mehr zur Story möchte ich auch gar nicht verraten, denn diese ist exzellent!

Das Gameplay ist wie eingangs erwähnt sehr Japanisch. Wir steuern unsere Dreiergruppe durch die Oberwelt und hier und da gibt’s einen Kampf. Meistens sieht man die Gegner kommen, manchmal gibt es aber auch random encounter. Während eines Kampfes laufen für jeden Charakter Timerbalken. Sobald diese zu 1/3 aufgeladen ist, kann der Charakter mit einer schwachen Attacke angreifen. Bei 2/3 mit einer mittleren und beim vollen Balken mit der stärksten. Jeder Charakter kann bis zu neun Fähigkeiten erlernen. Diese sind von der getragenen Ausrüstung abhängig. Manche der Attacken verbrauchen Core Energy – also Mana – die aber nicht Charaktergebunden, sondern kollektiv von allen Kämpfern entzogen wird. Außerdem können im Kampf Sammelkarten mit verschiedenen Effekten verwendet werden.

Beispielsweise benutzt Char. A die Karte „Wasser“ und greift mit einer Wasserattacke an. Wenn Char. B zur gleichen Zeit aber die Karte „Beschwörung“ anlegt, wird ein riesiger Wal beschworen der immensen Schaden austeilt. Diese Combos lassen sich mit bis zu drei Karten gleichzeitig ausführen und mit jeder Karte die man findet, steigt die Neugier auf die neuen Kombinationen. Viele Gruppenmitglieder haben Skills die nicht für Kämpfe sondern für die Oberwelt gedacht sind. Einige können die Händler beklauen, andere haben bessere Dialoge, da sie die Bewohner in den Städten kennen. Es kann aber auch zum Streit zwischen Gruppenmitgliedern kommen, manchmal sogar mitten im Kampf, was oftmals mit einem Game Over enden kann. Kleine Trivia am Rande: Der Soundtrack wurde von Marty O’Donnel komponiert – der für die Musik in Halo verantwortlich ist – und einer der Hauptcharaktere wird von Steve Downes gesprochen, dem Mann der seine Stimme dem Master Chief in der englischen Fassung von Halo leiht. Zufälle gibt’s!

 

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Das war der erste Teil meines kleinen All Time Favorites – Specials. Weitere folgen, sobald ich Zeit finde. Da die Master Chief Collection die Tage eintrudeln sollte, könnte das noch ein bisschen dauern…


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