Dimas 2017er Microreviews

Dimas 2017er Microreviews

Dimas 2017er Microreviews

Dima Review, Textbeitrag 27. Dezember 2017 Comments

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Viele Games wurden gespielt, wenige durchgespielt. der doldrums.de-Podcast wurde zu Uninstall Wizards und Änderungen wurden vorgenommen. Unter anderem der Abschied der Rubrik EGO. Wie auch unser Besiuk sich mit einem Jahresrückblick in das neue Jahr verabschiedet, tue ich es ihm gleich um doch mal über das Gespielte geredet zu haben.

Final Fantasy XV

Das Jahr begann mit dem verspäteten Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Nach Final Fantasy XIII und den Nachfolgern XIII-2 und Lightning‘s Return erschien endlich ein neuer Teil für die aktuelle Konsolengeneration. Und macht alles anders. Ein actionlastiges Kampfsystem. Nur ein Spielbarer Charakter. Eine feste Party von vier, ausschließlich männlichen, Begleitern auf einem Roadtrip zur Rettung des Königreichs Lucis. Sachen an die ich mich gewöhnen konnte und auch zu lieben lernte. Jedoch ist die Welt langweilig. Ja, dieser Begriff trifft es auf den Punkt. Versteht mich nicht falsch: Die Riesige, frei begehbare/befahrbare/befliegbare Welt bietet einige Highlights und screenshotwürdige Aussichten, auf die euch euer Gefährte Prompto hinweist. Jedoch besteht das Spiel außerhalb der Main Story nur aus Collectables, Steckbriefhunts und Sidequests die uninteressanter nicht sein könnten. Uninteressant trifft zum Glück nicht auf die Hauptgeschichte zu. Diese ist spannend gestaltet und bietet einige erinnerungswürdige Momente. Diese sind leider nur der cineastischen Umsetzung zu verdanken, denn ohne DLCs bleiben nach dem Spielabschluss zu viele Fragen offen und die Charaktere zwar sympathisch (#teamIgnis), jedoch zu oberflächlich. Die wenigen emotionalen Augenblicke vergehen so schnell wie sie kommen. Genau wie mein Interesse, die DLCs zu spielen.

Am Ende heißt es Final Fantasy und ich musste es über 100h spielen.

Pathfinder

Ein Spiel, jedoch keins in dem klassischen Sinn. Oder eher zu klassisch. Bei Pathfinder handelt es sich um ein Pen&Paper Rollenspiel(-Regelwerk). Mit ausgedruckten Character-sheets, auf Blöcken aufgeschriebenen Schadenszahlen und einem Haufen Würfel. Frühjahr 2017 fand sich eine Gruppe die Bereit war einen Chaotisch-Neutralen Zwergenkleriker aufzunehmen und mit ihm fast jeden Sonntag auf Abenteuer zu gehen. Die Geschichte des Gamemasters über den Krieg zwischen Dämonen und Göttern zog mich in den Bann. Unzählige Anekdoten entstanden. Unzählige Situationen wie der Einbruch in die königliche Schatzkammer oder die Inszenierung der eigenen Verbrennung, wurden mal mehr und mal weniger gemeistert. Geschichten die wie in keinem anderen Spiel von verschiedenen Charakteren beeinflusst werden.

10/10 Would hide in Queens wardrobe again. #FuckSlobo

Divinity: Original Sin 2

Ok, es gibt ein Videospiel bei dem die Entscheidungsvielfalt ähnlich ausfällt. Nach dem grandiosen D:OS1 hat der Nachfolger in Sachen Entscheidungsvielfalt deutlich nachgelegt und serviert dem Spieler eine Fantasywelt mit riesiger Fülle an Inhalt und vorgefertigten Charakteren die in ihrem Handeln unterschiedlicher nicht sein könnten. Auch der Rest des Spiels stimmt. Die Grafik hat ihren Charme, wirklich jeder Dialog ist (in Englisch) vertont. Das Magiesystem eröffnet dem Spieler tausende von Möglichkeiten ein Problem zu lösen. Damit ist nicht nur das Kampfsystem gemeint. Die innere Frage „Ob das so funktioniert?“ wird meist mit einem „Ja“ beantwortet. Wenn man einen anderen Spieler nach seinem Lösungsansatz für eine Quest fragt, kann man sicher sein eine andere serviert bekommen. Alternativ stürzt man sich direkt mit bis zu drei weiteren Freunden in die Welt von Rivellon. Das Prinzip eines P&P wurde noch nie so gut in einem Videospiel umgesetzt, wie das von Larian Studios.

Die Fähigkeit mit Tieren zu sprechen bringt einige Möglichkeiten.

ELEX

Was habe ich mich darauf gefreut. Trotz der Angst, dass die Entwickler die üblichen Fehler machen, die Vorfreude war Riesig. Denn trotz ihrer Fehler, bleiben Gothic 1 und 2 in meinen Top10 of all Time. Die Settings Sci-Fi, Steampunk und Mittelalter zu vermischen ist mir bis dato neu und ist den Entwicklern gut gelungen. Nach einer kurzen Einführung wer und warum man ist, geht es direkt los. Man(n) ist Jax, ein von allen gefürchteter Commander, der von seiner Fraktion Exekutiert werden sollte und doch überlebte. Von seiner alten Ausrüstung findet Jax schnell ein Jetpack und den ersten NPC, welcher dich in die erste Siedlung führt. Die Siedlung der Berserker, welche auf jegliche Technik verzichten, stellt eine der drei wählbaren Fraktionen dar. Und da geht das Ele(x)nd los:

Durch die Hilfe des Jetpacks kommt man schnell an jeden erdenklichen Ort. Vor allem zu Beginn trifft man so auf zu starke Gegner, die einen darauf hinweisen, dass man hier noch nicht sein sollte. Diese lassen sich gar nicht mal so leicht abschütteln und so kommt es schnell dazu, dass diese auf andere NPCs treffen, die diese ausmerzen. Und Zack! Schon hat man mit Stufe 3 eine Quest für Kapitel 3 abgeschlossen, während Kapitel 1 noch gar nicht begann. Und so erkämpft man sich den Status der ersten Fraktion beitreten zu können, ohne je in die Gebiete der anderen zu kommen. Weiß man im Vorfeld nicht, dass es mehrere Fraktionen existieren, landet man bei den Zurückgebliebenen Berserkern. Schnell gewöhnt man sich an diese Vorangehensweise welche zu Beginn unabkömmlich ist, gefühlt selbst für die Hauptquest. Natürlich ist nicht alles schlecht. Die Entscheidungen die man trifft haben öfters Auswirkungen auf andere und auch durch den einen oder anderen dahingeschiedenen NPC verändert sich der Ablauf. Jedoch zerstört der Kernelement der freien Welt den Spielfluss enorm und lässt am Ende einen faden Beigeschmack.

Machmal bekommt man weiße Tipps nach dem Questabschluss.

Doki Doki Literature Club

Hidden Gem 2017. Durch einen Artikel auf RPS, welcher diesen Namen im selben Kontext mit einem Horrorspiel setzte weckte meine Neugier. Den weder Doki Doki (Herzklopfen) noch ein Literatur Club sind schwer damit zu verbinden. Doch es trifft zu. Jedoch ist es unmöglich ein Visual Novel und vor allem dieses Spiel ohne zu Spoilern zu beschreiben. Daher ist es meine Empfehlung, dieses frei verfügbares Spiel selbst zu erleben. Alternativ Hier eine Option B: Ihr hört in unseren Halloween Uninstall Wizards Podcast um es euch Spoilern zu lassen und um zu bereuen nicht Option A gewählt zu haben.

Was macht man nur in einem Literaturklub?

Destiny 2

Ja, Destiny 1 war für viele nicht das was man von Bungie erwartet hat. Viele Patches und DLCs später wurden viele Änderungen vorgenommen die von Anfang an wünschenswert waren. Bei der Ankündigung von Teil 2 schrien viele auf, dass die Änderungen zum ersten Teil zu gering wären um es einen zweiten Teil zu nennen. Man hätte lieber ein weiteres DLC daraus machen sollen. Plus eine PC-Version. Als jemand der mitten in der Story des letzten Destiny 1 DLCs aufgehört hat, tastete ich mich dennoch an die Trial Version des PC Releases. Viel zu sehen gab es bis Stufe 8 nicht, trotzdem wagte ich mich das Hauptspiel zu kaufen. Denn die Story bietet bereits in diesen wenigen Stunden mehr als der Komplette Vorgänger samt DLCs. Cayde-6, Ikora und Zavala haben nun Profil bekommen und sind nicht mehr nur „der Hunter“, „der Warlock“ und „der Titan“. Vor allem die Unterhaltungen auf dem Kommunikationskanal während der Strikes bieten immer wieder für ein Schmunzeln. Selbst an die Namen der Nebencharaktere kann man sich erinnern.
Daher war es eine Investition, die ich nicht bereue. Leider ist die zweite große Änderung eine negative. Vieles woran Bungie jahrelang am Vorgänger gefeilt hat, um es der Community recht zu machen wurde verworfen. Das Inventar, das weg lassen von Custom Multiplayermatches, das Matchmaking sowie viele anderen Details haben eine Rückentwicklung erlitten. Jedoch besteht Hoffnung, dass dies alles gefixt wird, denn vor allem in letzter Zeit scheinen die Entwickler auf die Zahlenden Kunden zu hören.

Emotes und Spielerhubs sind die wenige Dinge, die Destiny 2 als ein MMO erkennbar machen.

NieR:Automata

Was hab’ ich mir da angetan. NieR Automata, welches sich bei vielen Videospielportalen in den Top10 GOTY Compilations findet, ist ein seltsames Produkt. Die Geschichte beginnt mit der Kampfandroidin 2B welche auf die Erde gesendet wird um gegen Maschinenwesen zu kämpfen. Diese wurden von Aliens gesendet und haben den Rest der Menschheit dazu gezwungen auf den Mond zu ziehen. Nun liegt es an 2B sowie der Organisation YoHRa, der sie angehört eine Rückkehr zu ermöglichen. Zusammen mit Ihrem Aufklärungspartner 9S gibt es viele unterschiedliche Gebiete in dieser Weit entfernten Zukunft zu entdecken und Insgesamt 60 Nebenaufgaben zu erledigen. Oder auch nicht. Insgesamt bietet das Spiel 26 verschiedene Enden. So endet das Spiel schon mal vorzeitig und man sieht die Credits, wenn man sich während eines wichtigen Einsatzes in Richtung der Vergnügungsparkruine begibt. Nach dem tatsächlichen Abschluss von 2Bs Geschichte darf man diese nochmal aus der Sicht von 9S erleben. Als Scout-Einheit, kann dieser zwar keine zwei Waffen führen, dafür mittels Hackingminispiel Verschlossen Türen und Schatztruhen öffnen oder sich in Maschinenwesen Hacken. Das erste eröffnet viele neuen Wege oder Items, das letzte ebenfalls + die Möglichkeit in unwissende Wesen zu schlüpfen. Somit wird auch der zweite Durchlauf an keiner Stelle langweilig, zumindest ab dem Moment an dem man sich an das Hacking gewöhnt hat. Die Welt von NieR:Automata ist die bestdurchdachteste Videospielwelt in die ich eingetaucht bin. Obwohl die Nebenquests oft dem klassischen Muster von Sammeln und Töten entsprechen, bietet jede von diesen eine Geschichte, die zum Denken anregt. Denn es geht um die Interessen und Motive der Maschinen und Androiden in dieser menschverlassenen Welt. Was passiert wenn der Kampf vorbei ist? Was bedeutet die Existenz für ein künstlich erschaffenes Wesen? Wie haben Menschen früher gelebt? Und auch die Collectables bieten immer eine Geschichte. Jedes Wesen und jede Waffe hat eine Geschichte. Im Vergleich zum anfangs besprochenen FF15 bleibt nichts unbeantwortet. Manch eine bietet auch Eastereggs, die auf andere Spiele aus dem Square Enix Portfolio verweisen. Genug geschwärmt. Noch vier Achievements bis zur Platintrophäe. Unter anderem zehn mal unter 2Bs Rock zu schauen.

Diese Waffe Erzählt eine klassische RPG-Heldengeschichte … und verändert dementprechend die DMG Zahlenanzeige und die Truhen.


Schon von unseren anderen Podcast gehört? Mehr dazu findest Du auf heldendumm.de!


Schon von unseren anderen Podcast gehört? Mehr dazu findest Du auf uninstall-wizards.de!

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