Lagebericht: Gamescom 2014

Lagebericht: Gamescom 2014

Besiuk Lagebericht, Textbeitrag 20. August 2014 Comments

Es ist wieder August und wie jedes Jahr ist es Gamescomzeit! Mit 330 Tausend Besuchern war die besucherstärkte Messe Europas dieses Jahr dementsprechend Voll mit Menschen, Games und Merchendise! Besiuk war vor Ort und schildert euch seine Eindrücke!

Masse statt Messe!

Die Gamescom würde wohl nicht Gamescom heissen, wenn sie nicht vollkommen voll mit Ausstellern aus aller Welt wäre, die ihre neusten Spiele zeigen wollen. 2014 jedoch hatte ich das Gefühl, dass die Leute hinter den einzelnen Ständen sich durchaus Gedanken über die Menschenmasse gemacht haben und vorhatten, die Spiele nicht nur den Interessierten und In-der-Schlange-stehenden vorzustellen, sondern auch allen Messebesuchern die keine Lust auf die ewige Warterei hatten. Bei 330 Tausend Besuchern ist es eben leider nicht möglich die Schlangen so kurz zu halten, dass jeder Besucher in einem 15 Minuten Takt was neues zu sehen bekommt, also wurden die Leute mit Bühnenshows angelockt. So eine Bühnenshow hat Charme und bietet den Besuchern die nicht die Zeit haben sich anzustellen, interessante Informationen zu dem jeweiligen Game und auch die Möglichkeit Merchendise und Hardware zu gewinnen. Nvidia hat beispielsweise alle paar Stunden einen Contest veranstaltet, bei dem ausgewählte Besucher aus dem Publikum einen Rechner gewinnen könnten, indem sie ihn am längsten in ausgestreckten Armen festhielten. Es soll wohl unter uns Nerds auch trainierte Exemplare geben, diese hatten dort wohl die besten Voraussetzungen. Auch ein tolles Programm boten Wargaming und SquareEnix. Wargaming zeigte neben einem Auftritt im 40er Jahre Stil auch viele Einzelheiten und Gameplay zu World of Warships und SquareEnix ließ Spieler aus der Final Fantasy XIV Community im PVP gegeneinander um PC-Hardware Spielen, oder die Schwersten Bosse des Spiels auf Zeit bekämpfen – Alles natürlich fürs Publikum kommentiert.

War man jedoch nur fürs Anzocken da, musste man sich auf viel Warterei gefasst machen. Die neunstündige Schlange von Battlefield 3 von 2011 ist zwar immer noch ungeschlagen, man sollte sich aber nicht wundern wenn man von Stand zu Stand läuft und nur „Ab hier 400min“-Schildern begegnet. Solche Schlangen waren jedoch nicht nur bei den AAA-Titeln vorzufinden, sondern eigentlich bei 90% der Stände. Normalerweise bleiben kleinere Stände davon verschont, doch viele Besucher stellen sich lieber irgendwo an wo es „schnell“ geht, als bei den großen Titel stundenlang zu stehen. Wer leider komplett unvorbereitet von der Masse erschlagen wurde war Nintendo. Die japanischen Jungs ließen sich wohl von den WiiU Verkäufen täuschen und vergaßen, dass sie immer noch jede Menge Fans haben. Der winzige Stand mit Hyrule Warriors, Smash Bros und Splatoon wurde überrannt. Eine Zeitlang lief ich mit hunderten Menschen in Reihe und Glied um den Nintendo-Stand herum, weil wir alle dachten, dass wir für Smash anstehen. Bei dem Chaos haben sogar die Mitarbeiter den Überblick verloren.

Wer ebenfalls so ziemlich auch den Überblick verloren hat – oder eher gesagt – die Zielgruppe verfehlt hat, war EA. Sie ließen Kollegah auf ihrer Bühne auftreten. Den Kerl der sich beim WebVideoPreis 2014 Umgeben von Spastis gefühlt hat und das ganze als eine Fremdschamveranstaltung bezeichnete. Musste echt nicht sein EA.

Riot hingegen hat sich dieses Jahr mal wieder Selbst übertroffen. Sie haben neben der Bühne und dem Community vs. Community Stand, auch noch eine League Championship Series Arena mit 1600 Sitzplätzen aufgebaut, wo natürlich auch die wichtigsten Spiele stattgefunden haben. Die ESL hatte ähnliche Ausmaße, jedoch mussten sich dort CS:GO, Halo 2 Anniversary und Battlefield 4 die Bühne teilen.

Überall ist League!

Ansonsten habe ich nur noch zwei Kritikpunkte zur diesjährigen Messe. Beim ersten kann leider niemand was dagegen tun, aber ansprechen muss ich es trotzdem. Das Wetter war schrecklich! Zum ersten mal seit Jahren hat es zur Gamescom geregnet! Nicht nur, dass der Regen die Hallen zusätzlich gestopft hat, sondern hat er auch die Raucher nach innen vertrieben – die natürlich fleißig weiter geraucht haben. Ob es eine normale Kippe oder eine e-Zigarette (oder seit neusten e-Shisha?) war, ist es egal. Es stinkt und verschwendet noch mehr Sauerstoff, der in den Hallen bitter nötig ist.
Also bitte, liebe Raucher! Auch wenn es regnet, geht bitte raus oder wartet bis der Schauer weg ist!

Um den Bericht nicht nur auf die Umstände der Messe zu reduzieren, hier noch ein kleiner Ausblick zu den Spielen die ich anzocken konnte:

Hyrule Warriors
Legend of Zelda trifft auf Dynasty Warriors. Chaos auf dem Papier, funktioniert aber grandios als Spiel. Außer man spielt Midna. Sie kann nämlich nicht nach vorn angreifen, was ziemlich kontraproduktiv ist. Sonst ein Top Game!

Halo 2 Anniversary (Multiplayer)
Es ist das selbe Brett wie vor zehn Jahren. Man kommt sofort wieder rein, findet hier und da ein paar kleine Anpassungen, die das Spiel schon damals gebraucht hat. Die Hubschrauber-MPs haben immer noch einen Rückstoß der nach einer Sekunde gen Himmel blicken lässt, die Battle Rifle ist genau wie man sie aus H2 und H3 kennt und auch das Movement ist genau so träge wie man gewohnt ist. Aber mehr dazu zum ende des Jahres, wenn es in meiner XBONE liegt.

Lords of the Fallen
Dreister Dark Souls Clon, der auch noch auf einer besseren Engine läuft. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen. Wer auf Souls steht, kriegt hier genau das was er will!

World of Warships
Tanks ohne Deckung, aber dafür mit langsamen Torpedos, langsamen Geschossen und noch langsameren Schiffen. Klingt doof, macht aber enorm Spaß. Vor allem wenn man es liebt, seinen abgefeuerten Geschossen zuzusehen wie sie laaaaangsam auf dem Gegner zufliegen und schlussendlich um Kilometer verfehlen. Meistens zumindest.

Beim auflisten der Games fällt mir auf, dass mich mehr darauf konzentrieren sollte, neues anzuspielen und nicht Stundenlang in der FF:XIV Schlange stehen sollte um Shirts abzustauben. Vielleicht sehe ich nächstes Jahr dann auch mehr…


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    One thought on “Lagebericht: Gamescom 2014

    1. Masterweit
      Masterweit

      Sehr guter Bericht!
      Da Ich leider nicht vor Ort sein konnte, aber dennoch so ziemlich alles verfolgt habe, muss Ich sagen dass mich besonders Silent Hills und Dragon Age: Inquisition angefixt haben. Eher enttäuscht bin Ich von Bloodborne, weil Fromsoftware einfach mal zum dritten Mal das selbe Spiel abliefert (wenn auch in leicht abgeänderter Form).
      Viele Games wie Destiny, MGS5 und die MC Collection haben auch noch den Hype den ich ohnehin schon habe, noch mal gesteigert.
      Was mir fehlte, waren die Neuankündigungen. Bis auf Silent Hills gab es eigentlich nichts, was mir nur ansatzweise das Gefühl gab ein geiles Spiel werden zu können. Alles so gepflegtes Mittelmaß. Enttäuscht bin Ich von The Order: 1886, welches sich als Grafikblender entpuppt hat, und von CoD: Advanced Warfare (Kann man von Cod überhaupt noch enttäuscht sein?) welches eine ziemlich dreiste Kopie von Titanfall ist.

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