Masterweit vs. Halo 5: Guardians und 343 Industries

Masterweit vs. Halo 5: Guardians und 343 Industries

Masterweit Textbeitrag, vs. 11. Oktober 2014 Comments

Es ist offiziell. 343 Industries wird in Halo 5 nicht den Master Chief zum Hauptcharakter machen. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Enttäuschungen in Sachen TV-Serie, Spartan Assault und Master Chief zu vermelden. Was der Entwickler sonst noch so verzapft und ob die Marke gemolken werden soll – das kannst du hier erfahren. 

Als mir Simon Krätschmer vor einigen Jahren mit seinem Song „Halo was my first love“ aus dem noch sehr jungen Gamerherzen sprach, konnte ich die Zeile „and it will be my last“ problemlos rezitieren. Auch bei „Halo of the Future (Bezogen auf Halo was my first Love)“ hatte ich keinerlei Probleme. Ich wusste damals nicht, dass ich Unrecht behalten sollte. Heute ist Halo nicht mehr auf dem Stand der großen Liebe, die sie einmal war. Zumindest nicht in seiner kompletten Fülle. Halo 1-3 sind nach wie vor grandiose Spiele, keine Frage.

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Halo: Reach war für Halo Fans nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

Doch als nach dem eher mittelmäßigen Halo: Reach die Ära Bungie endete und das Ruder von 343 Industries übernommen wurde, kam bei vielen Fans der Reihe Skepsis auf. Dennoch leistete 343 zunächst mit dem Remake von Halo: CE ausgesprochen gute Arbeit und merzte die meisten Zweifel aus. Allerdings ist ein Remake dafür kein Maßstab, schließlich werden nur Areale grafisch überarbeitet und minimal verändert. Dann noch den Multiplayer aus Halo: Reach rüberkopieren und fertig ist die Neuauflage. Doch mit Halo 4 war 343 nun auch storytechnisch ganz auf sich allein gestellt. Es war grauenvoll. Ein Aufguss der alten Teile im Singleplayer (Die erste Mission aus Halo 4 ist der ersten Mission aus Halo: CE zum verwechseln ähnlich) und die krasse Annäherung an Call of Duty im Multiplayer machten Halo 4 zu einer riesigen Enttäuschung. Doch mehr dazu gibt’s bei Besiuk vs. Halo 4.

Aber nach der Vorgeschichte jetzt zum spannenden Teil – Halo 5: Guardians. Nachdem letztes Jahr für Windows 8 mit Halo: Spartan Assault ein äußerst peinlicher Diablo-Klon mit einem Spartan IV in der Hauptrolle erschien, kam bereits ein Verdacht auf. Wird da jetzt etwa die Marke gemolken?

Spätestens gestern haben sich diese Befürchtungen nun für alle bewahrheitet. Bonnie Ross, Studioleiterin von 343i, sagte das hier gegenüber Gamefront:

„Irgendwann wollen wir mit der Nummerierung aufhören. Besonders auf der Xbox One. [..] Wir wollen irgendwann kein Halo 17 haben, wenn der Master Chief etwa 80 Jahre alt ist. Wir sind nicht Final Fantasy, wir können sowas nicht machen.“

Um hier ansetzen zu können, muss man jedoch zunächst den Kontext kennen. Im Interview erwähnt Ross, dass man in Zukunft die Nummerierung der Halo-Spiele abschaffen wird und stattdessen lieber Titel verwenden möchte. Ihrer Meinung nach hätte auch Halo 4 bereits einen Namenszusatz benötigt. Aber kehren wir doch mal zurück zum Zitat. Ross sagt hier, dass es kein Halo 17 geben wird. Das ist doch schon mal positiv. Wenn man allerdings den Kontext kennt und weiter liest bahnt sich ein gigantischer Facepalm an.

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Halo: Spartan Assault war der erste Schritt in die falsche Richtung.

Sie sagt mit dem Zitat nicht, dass 343 keine 17 Teile machen wird, sondern nur, dass der 17. Teil nicht Halo 17 heißen wird. Klarer Fall von Ausverkauf einer Marke zum Geld machen. Einen Charakter sterben zu lassen ist oftmals einfach besser als ihn bis er „etwa 80 Jahre alt ist“ künstlich mit tausenden ungeordneten Pre- und Sequels am Leben zu erhalten.

Aber eine Sache, die mich noch viel schlimmer erschüttert hat als die Ankündigung von Halo 17 (Tschuldigung, es muss natürlich Halo 5: Guardians Episode 12 (Jetzt nur 35€) heißen), war die Offenbarung dass der Master Chief nicht Hauptcharakter von Halo 5: Guardians sein wird. Seinen Platz wird Agent Locke einnehmen. Kennt ihr nicht? Ich auch nicht. Denn diesen Agent Locke gibt es auch überhaupt nicht. Zumindest noch nicht. Agent Locke wird Hauptcharakter der TV-Serie zu Halo 5: Guardians sein und sich im Spiel auf die Suche nach dem Chief begeben. So ein Scheiß. Klingt vielversprechend.

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Halo 5 wird erstmals den Namenszusatz „Guardians“ tragen.

Eine schlaue Idee von Microsoft, den Hauptcharakter in die TV-Serie zu packen, denn mit ziemlich großer Sicherheit wird die Serie entweder vor TV-Ausstrahlung für zahlende Kunden im Xbox Live erhältlich sein oder es werden im Xbox Live zusätzliche Inhalte zur Serie und Hintergrundinfos angeboten. All das ist vollkommen sinnlos, da jeder der sich für Halo 5 (Sorry, Guardians natürlich) interessiert ohnehin eine Xbox One besitzt. Ah, Moment, natürlich hat Microsoft noch eine Möglichkeit den Halo-Käufern durch besondere Veröffentlichungen auf der One das Geld aus der Tasche zu ziehen. Man bezahlt einfach für das frühere Schauen der Serie ein nicht geringes Endgeld und erhält unbeschränkten Zugang zu allen Folgen. Accountgebunden, versteht sich.

Okay, Zusammenfassung: 

343 Industries und Microsoft kooperieren bei vermutlich stetig sinkender Qualität der Story bis zum absoluten Exitus der Reihe und versuchen im speziellen bei Halo 5 (Warum eigentlich Guardians?) bei Xbox One Besitzern mit der TV-Serie, die Dank dem neuen Hauptcharakter Pflicht ist, das Interesse und die Portemonnaies zu wecken.

Na schönen Dank, aber da bin Ich raus.

 

Quellen: PlayNation und Gamefront 

 


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