The Crew Beta – Ersteindruck

THECREWLOGO Ubisoft haut dieses Jahr so viele Spiele raus wie sonst nie. Mit gleich 4 neuen IP’s (Valiant Hearts, Child of Light, Watch_Dogs, The Crew) wagen sie auch gleich mal ein kleines Risiko. A propos Wagen – Kommen wir zu The Crew. Hier ist mein Ersteindruck zum MMO-Racer.

Nach der ersten Beta hatte ich The Crew schon als Flop abgetan. Die Steuerung war grauenvoll und Tearing kam auch ohne VSync bei jeder Kurve auf. Was die Story anging, war ich ebenfalls skeptisch. Aber dazu später mehr.

Als dann die erste Konsolen Beta kam, war ich auch zunächst ernüchtert. Vor allem wegen dem belanglosen Story-Teaser, der wirklich jedes Klischee über Rennspiele abarbeitet. Als ich dann aber nach stundenlangem installieren und mehrfachem Abstürzen des Spiels endlich auf die Straßen der USA durfte, war ich hellauf begeistert. Die Fahrphysik kam aus dem Himmel, The Crew spielte sich flüssig wie nie zuvor. Und das trotz spürbaren 30 fps.

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Die kleinen Details finden sich meist abseits der Hauptstraßen…

Die USA ist riesig, mit einem herkömmlichen Fahrzeug (bei Level 10 von 60 ist in der Beta Schluss) braucht man gute anderthalb Stunden vom Osten in den Westen. Wenn man noch die wunderschöne Landschaft bewundern möchte, kann man sich auch 2-3 Stunden auf dem Weg durch die Bundesstaaten aufhalten. The Crew punktet also mit einer genialen Fahrphysik (insbesondere in der genialen Cockpitansicht), einer riesigen Welt und dem Onlinemodus. Dieser erlaubt es mit jedem beliebigen Spieler der Welt durch die Staaten zu brettern. Bis jetzt ist das mit bis zu 8 Spielern möglich.

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Die Cockpitansicht sieht genial aus.

Seine große Stärke findet The Crew allerdings in der Spielwelt. Nichts sieht trotz der unglaublichen Größe irgendwie gleich aus, jedes Gebiet unterscheidet sich vom anderen. Dazu kommen noch liebevolle Details wie Militärflugzeuge über der Wüste von Nevada, über die Straße laufende Tiere oder verlassene Autos als Collectibles. Auch die kleinen Zwischenchallenges während des Fahrens (Slalom, durch Tore fahren, etc.) machen Laune und bringen zusätzliches Geld und Teile. Denn tunen muss man alles selbst, ein Feature dass so gut wie allen Rennspielen heutzutage fehlt. Teile erhält man durch Challenges, Rennen, Missionen oder durch simples Kaufen im Shop (Ingame).

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Die Weitsicht reicht nicht an die Detailtreue der Automodelle heran.

The Crew hat allerdings auch 2 wesentlich spürbare Probleme – Die Grafik und das Interface.
Zunächst zur Grafik. Die Landschaft der USA ist riesig und die abwechslungsreichste Spielwelt aller Zeiten. Allerdings spürt man die Exklusivität der Next Gen selten. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass The Crew nach wie vor ein MMO ist und daher auf Texturen zu Gunsten von Serverkapazität verzichten muss. Andererseits kann man von einem Vollpreisspiel das in der Nähe des Fotorealismus ist, eine bessere Weitsicht erwarten. Die ist nämlich alles andere als gut.

Punkt 2: Das Interface.
Ein guter Ansatz ist, jederzeit sichtbar zu machen wo sich die anderen Spieler auf dem Server befinden. Allerdings nervt das ein wenig, da am Bildrand ständig die Namen meiner Mitfahrer mitrotieren. Das hätte man besser lösen können.

Im Großen und Ganzen ist und bleibt The Crew noch eine Beta, erst in einer Woche erscheint die Vollversion. Ob diese mit den üblichen Ubisoft-Serverproblemen zu kämpfen haben wird, werden wir sehen, auf jeden Fall liefen die Server bisher größtenteils tadellos. The Crew kann mit seinem ausgefeilten Tuning-System, seinen RPG-Elementen und seinem großartigen Gameplay eines der ganz großen Spiele diesen Jahres werden. Vergeigts nicht, Ubisoft!

    2 thoughts on “The Crew Beta – Ersteindruck

    1. magicstunts123

      Nur zur Info…Das Hud kannst du abschalten 😉

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